Umfassendes Hilfsprogramm für den Gazastreifen (Palästina) mit Infrastruktur-, Bildungs- und Eliteförderung
50 FIFA-Arena-Minifelder, Spielfelder in Normgrösse, eine FIFA-Akademie und ein Nationalstadion mit 20.000 Plätzen geplant
Initiative zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts sowie zur Unterstützung des langfristigen wirtschaftlichen Aufschwungs
Die FIFA und der Friedensrat haben eine wegweisende Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet, um aktiv Investitionen von internationalen Entscheidungsträgern und Institutionen zu beschaffen und mit dem Fussball den Wiederaufbau, die Stabilität und die langfristige Entwicklung in konfliktbetroffenen Regionen zu unterstützen.
Die Vereinbarung, die von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Yakir Gabay, Mitglied des Gaza-Exekutivrats des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, Hoher Repräsentant für Gaza und Dr. Ali Shaath, Chief Commissioner des Nationalen Komitees für die Verwaltung des Gazastreifens, unterzeichnet wurde, stellt einen langfristig angelegten Rahmen zum Aufbau eines vollständigen Fussball-Ökosystems mit erstklassiger Infrastruktur, strukturierten Gemeindeprogrammen und nachhaltigen wirtschaftlichen Chancen im Gazastreifen (Palästina) dar.
Im Friedensrat, der von Präsident Trump beim Weltwirtschaftsforum im Januar 2026 präsentiert wurde, engagieren sich internationale Spitzenpolitiker und Institutionen für den Wiederaufbau und die Stabilität in fragilen Regionen. Der Rat, der sich zunächst auf den Gazastreifen konzentriert, koordiniert humanitäre Hilfe, Wiederaufbaumassnahmen und eine langfristige Stabilisierung.
„Heute haben die FIFA und der Friedensrat eine bahnbrechende Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet, die Investitionen in den Fussball fördern wird, um den Wiederaufbauprozess in ehemaligen Konfliktgebieten zu unterstützen“, so FIFA-Präsident Gianni Infantino im Anschluss an die feierliche Unterzeichnung, die am Hauptsitz des Donald J. Trump US Institute of Peace stattfand.
„Die FIFA wünscht sich, dass weltweit so viele Menschen wie möglich am Fussball teilhaben und von seinen Chancen profitieren können. Der Fussball führt Menschen zusammen und fördert weltweit den Wohlstand, die Bildung, die Gleichstellung und den Frieden. Mit der Unterstützung des Friedensrats wird die FIFA sich nun für diese Partnerschaft stark machen, die in jeder Phase wirkungsvoll sein wird.“
In einer ersten Phase der Zusammenarbeit geht es um ein umfassendes Hilfsprogramm für den Gazastreifen, das neben dem physischen Wiederaufbau auch soziale und wirtschaftliche Massnahmen vorsieht. Der Infrastrukturplan umfasst 50 FIFA-Arena-Minifelder in der Nähe von Schulen und Wohngebieten, fünf Spielfelder in Normgrösse in verschiedenen Bezirken, eine topmoderne FIFA-Akademie sowie ein neues Nationalstadion mit 20.000 Plätzen.
Neben dem Wiederaufbau zielt das Programm auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, die berufliche Aus- und Weiterbildung, die Beteiligung von Jugendlichen, die Gründung organisierter Ligen für Mädchen und Jungen, die Einbindung der Gemeinden sowie die wirtschaftliche Belebung. Vorgesehen sind vier Phasen:
Phase I – Gemeindeaktivierung (3–6 Monate) Der Bau von 50 FIFA-Arena-Minifeldern, um sichere und barrierefreie Spielmöglichkeiten zu schaffen. Ebenfalls geplant sind die Einführung des FIFA-Programms „Football for Schools“, die Verteilung von Ausrüstung sowie strukturierte Kinderfussballangebote.
Phase II – Profiinfrastruktur (12 Monate) Der Bau von fünf Spielfeldern in Normgrösse als Grundlage für die Gründung organisierter lokaler Vereine sowie die Stärkung einer strukturierten Spielerförderung.
Phase III – FIFA–Akademie (18–36 Monate) Der Bau eines Hochleistungszentrums mit Eliteförderung, Bildung und Unterkunft. Die Akademie dient der Talentsichtung, der Profiförderung sowie der Schaffung beruflicher Beschäftigungsmöglichkeiten.
Phase IV – Nationalstadion (18–36 Monate) Der Bau eines Nationalstadions mit 20 000 Plätzen für Sport- und Kulturveranstaltungen, das die nationale Identität stärkt, kommerzielle Einnahmen generiert und als langfristiger Anker für den Zusammenhalt dient.
Die Umsetzung erfolgt unter Berücksichtigung der Sicherheitsbedingungen vor Ort. Sobald es die Umstände zulassen, beginnt die Aktivierung von Phase I. Dabei werden Interessengruppen eingebunden und Etappenziele festgelegt, deren Einhaltung überprüft wird. Die in Phase I vorgesehenen FIFA-Arena-Minifelder sind Teil der Verpflichtung der FIFA für den weltweiten Bau von mindestens 1000 Minifeldern bis 2030. Die Initiative, die bereits in mehreren Ländern angelaufen ist, bietet dauerhafte Spielflächen in Gemeinden mit begrenztem Zugang zu Sport. Die Minifelder sind vom ersten Tag an voll ausgestattet und betriebsbereit. Per November 2025 waren 59 FIFA-Mitgliedsverbände am Programm beteiligt.
Die Zusammenarbeit basiert auf dem übergeordneten Engagement der FIFA zur Friedensförderung. Beim Friedensgipfel am 13. Oktober 2025 in Scharm el-Scheich bekräftigte die FIFA ihren Willen, internationale Friedensbemühungen wann immer möglich zu unterstützen.